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Brandenburgs höhere Schulen

27.01.2012 Märkische Allgemeine Zeitung (auszugsweise bearbeitet)

Brandenburgs höhere Schulen

Drei Gymnasien, vier Oberschulen und zwei Oberstufenzentren bereiten Jugendliche auf Studium, Lehre und Beruf vor.

BRANDENBURG AN DER HAVEL - 407 Schüler aus der Stadt Brandenburg werden nach den Sommerferien eine der weiterführenden Schulen besuchen. Die MAZ stellt alle Gymnasien, Oberschulen und zudem die Oberstufenzentren der Havelstadt vor. Bis zum 8. Februar müssen Eltern die Anmeldeformulare für die weiterführenden Schulen in den Grundschulen abgegeben haben.

Das Gymnasium

In Brandenburg gibt es drei Gymnasien. Das älteste ist das Von-Saldern-Gymnasium, das jüngste ist das Dom-Gymnasium in Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Ein Gymnasium besuchen darf ein Schüler, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind. Im Grundschulgutachten muss eine Gymnasialempfehlung stehen. Das Gutachten ist die Bilanz der Entwicklung des Schülers über die vergangenen fünf Jahre. Zudem darf im Halbjahreszeugnis der 6. Klasse in den Fächern Deutsch, Mathe und der ersten Fremdsprache die Gesamtnotenzahl 7 nicht überschritten werden (Beispiel: zwei Dreien und eine Eins).

Sollte keine Gymnasialempfehlung vorliegen oder liegt der Notendurchschnitt in den drei Fächern über 7, kann noch ein zweitägiger Probeunterricht den Weg zum Gymnasium ebnen. In diesem kann der Schüler unter Beweis stellen, doch die Leistung für ein Gymnasium zu zeigen.

Am Ende der Klasse 10 kann auf dem Gymnasium der Realschulabschluss erworben werden (Fachoberschulreife) und der Erweiterte Hauptschulabschluss (erweiterte Berufsbildungsreife).
Die Gymnasiale Oberstufe schließt sich an die Sekundarstufe I an. Es gibt sie auch an Gesamtschulen (nicht in der Stadt Brandenburg). An Gymnasien legen die Schüler das Abitur nach Jahrgangsstufe 12 ab, an Gesamtschulen ein Jahr später nach Klasse 13.

An einigen Gymnasien gibt es Begabtenklassen, die schon nach der 4. Klasse beginnen.

 

Das Oberstufenzentrum (OSZ)

Oberstufenzentren beginnen nach dem Besuch der 10. Klasse. Sie bieten eine Fülle an Bildungsgängen und haben unterschiedliche Schwerpunkte wie Dienstleistung und Handwerk oder Wirtschaft und Verwaltung. Unter ihren Dächern bestehen Berufsschulen, Berufsfachschulen und die Gymnasiale Oberstufe.

Wer einen Ausbildungsvertrag in der Tasche hat, wird an der Berufsschule von seinem Ausbildungsbetrieb angemeldet. Im Betrieb erhält er die praktische Ausbildung, im OSZ (Berufsschule) die theoretische. Das nennt sich duale Ausbildung. Die Beschulung ist blockweise organisiert: zwei Wochen Schule etwa und vier Wochen praktische Ausbildung.

Junge Leute in der sogenannten Berufsvorbereitung werden nach dem Ende der 10. Klasse ebenfalls am OSZ in ihrer Wohnortnähe angemeldet. Wer keinen Ausbildungsvertrag bekommen hat, besucht also auch das OSZ. Der Bildungsgang heißt dann auch Berufsorientierung. Im Land Brandenburg können Schüler die Fachhochschulreife (Fachabitur) an einem OSZ erwerben. Es berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule. Auch die Allgemeine Hochschulreife, die zum Studium an einer Universität berechtigt, kann an einem Oberstufenzentrum innerhalb von drei Jahren (Jahrgangsstufe 11 bis 13) erworben werden. Im Unterschied zu Gymnasien beinhaltet demnach die Gymnasiale Oberstufe an Oberstufenzentren drei Jahre, während sie am Gymnasium nur zwei Jahre dauert (Abi nach der 12. Klasse).

Es gibt Landesfachklassen, in denen die Schüler aus dem gesamten Land Brandenburg kommen, etwa am OSZ Reichstein die künftigen Schornsteinfeger.

Im sogenannten Zweiten Bildungsweg können Erwachsene Schulabschlüsse nachholen oder sich weiterbilden. Nachgeholt werden können Hauptschulabschlüsse (Berufsbildungsreife), Erweiterter Hauptschulabschluss (Erweitertere Berufsbildungsreife), Realschulabschluss (Fachoberschulreife), Fachhochschulreife und allgemeine Hochschulreife (Abitur). Häufig liegt der Unterricht in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden und ist auf 20 Unterrichtsstunden die Woche angelegt.

 

Die Oberschule

Oberschulen sind für Kinder, die keine Gymnasialempfehlung bekommen – oder kein Gymnasium besuchen möchten, die Alternative. Sie beginnen mit Klasse 7 und enden mit Klasse 10 und umfassen damit die gesamte Sekundarstufe I. In anderen Städten im Land gibt es neben Oberschulen und Gymnasien noch Gesamtschulen mit und ohne Gymnasialer Oberstufe. Oberschulen sollen grundlegende schulische Bildung anbieten. Der Unterricht dort ist meist praxisorientierter als an Gymnasien. In der Stadt Brandenburg gibt es vier Oberschulen. Sie liegen in Kirchmöser, Brandenburg-Nord, in der Altstadt und in Hohenstücken.

Abschlüsse: Hauptschulabschluss (erweiterte Berufsbildungsreife) und Realschulabschluss (Fachoberschulreife).

Der Besuch kann mit dem Erwerb des erweiterten Hauptschulabschlusses beendet werden. Danach können die Absolventen direkt mit der Berufsausbildung beginnen, so sie einen Lehrvertrag erhalten. Oder sie absolvieren eine Berufsvorbereitung.

Mit dem Erwerb eines Realschulabschlusses (Fachoberschulreife) ist der Jugendliche berechtigt zum Besuch einer Fachoberschule in einem Oberstufenzentrum. Dort kann die Fachhochschulreife erworben werden, die zum Besuch einer Fachhochschule berechtigt.

Bei besonders guten Leistungen ist der Oberschüler zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt. Er kann also auf ein Gymnasium wechseln, auf eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (gibt es nicht in der Havelstadt) oder auf ein Oberstufenzentrum.

Wichtig war dem Bildungsministerium bei der Gründung von Oberschulen die Durchlässigkeit und Anschlussmöglichkeiten in der Sekundarstufe II (ab Klasse 11).

Die Anmeldung an Oberschulen erfolgt ebenfalls durch Abgabe der Formulare bei den Grundschulen. Die Frist dazu endet in diesem Jahr am 8. Februar. Die Grundschulen leiten die Anmeldeformulare weiter.

 

BOS Kirchmöser: intensiver Kontakt in Ausbildungsbetrieben

Die Berufsorientierte Schule Kirchmöser in der Schulstraße 38 ist eine zweizügige Oberschule.

  • Schülerzahl: 195
  • Kollegium: 18 Lehrer, 1 Schulsozialarbeiter

 

Schwerpunkte:

  • Berufsorientierung und Praxislernen ab Klasse 7,
  • leistungsdifferenzierter Unterricht in Klasse 7 und 8,
  • gebundenes Ganztagsangebot mit Arbeitsgemeinschaften und Förderung in den Lernwerkstätten der Schule.

 

Die Schüler erhalten in Klasse 7 und 8 an einem Tag pro Woche Einblick in Industrie- und Handwerksbetriebe, soziale Einrichtungen und in den Bereich Hauswirtschaft, in Klasse 9 an zwei Tagen pro Woche im selbstgewählten Ausbildungsbetrieb.

  • Einzugsbereich: Kirchmöser, Plaue, Wusterwitz mit Landkreis PM, sowie Teile der Stadt Brandenburg
  • Perspektiven: 20 Prozent besuchen nach der BOS Kirchmöser eine weiterführende Schule, 80 Prozent beginnen eine Ausbildung oder gehen in ein freiwilliges soziales/ökologisches Jahr. Selten ist noch eine Berufsorientierung nötig.

 

Kontakt: Leiterin Angelika Schöps, 03381 / 800229, http://www.bos-kirchmoeser.de/

Der komplette Artikel mit der Vorstellung aller Schulen ist unter http://www.maerkischeallgemeine.de/ zu finden

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  • Internet: www.bos-kirchmoeser.de

BOS Kirchmöser

Willkommen auf den Internetseiten der Berufsorientierten Schule Kirchmöser

einer kommunalen Oberschule mit neuem Konzept zum Praxislernen, Ganztagsbetrieb, ganzheitlicher Vorbereitung auf Eigenverantwortung.

Auszeichnungen:

  • Preisträger im Wettbewerb "Mobiles Lernen-neue Medien in der Schule"
  • Finalist im Wettbewerb "Fit for Job"
  • Landespreis im Schulwettbewerb "Starke Schule"
  • Titel "Schule mit hervorragender Berufsorientierung"